Hartmut Dresia: Publizist und Geschäftsführer der dcic
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Buchkritik von Hartmut Dresia Madeleine Albright blickt in ihren Erinnerungen auf eine erstaunliche Karriere und ein bewegtes Leben zurück. Geprägt vom jüdischen Holocaust und der Flucht ihrer tschechischen Familie ins Exil, tritt sie auch nach ihrer Amtszeit für Friedenssicherung und Versöhnung ein. Die NATO-Osterweiterung ist dabei ebenso ihr Thema wie die Konflikte mit der arabischen Welt.
In ihrem Buch mit dem schlichten Titel "Die Autobiographie" hat die Politikerin Madeleine Albright ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. "Ich hatte den besten Job der Welt", sagt sie.
Als erste Frau übernahm sie 1997 unter Präsident Clinton das Außenministerium und repräsentierte ihr Land in unverwechselbarer Manier und ging als mächtigste Politikerin der USA in die Geschichte ein.
Titel
Die Autobiographie (Madam Secretary)
Autor
Madeleine K. Albright
Gattung
Autobiographie Zeitgeschichte
Verlag
C. Bertelsmann Verlag München
Erscheinungsdatum
2005
Umfang
672 Seiten
Preis
28,- Euro
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Kritik:
Klar und unverblümt ist die spannende Autobiographie einer Frau, die einen Blick hinter die Kulissen der Macht ermöglicht. Sie widmet sich zudem den großen politischen Fragen unserer Zeit und erläutert ihre Sicht der aktuellen Weltpolitik. Wer glaubt, den Leser erwarte in diesem Buch trockene politische Theorie, der irrt. Statt dessen verbindet Madeleine Albright in ihren Memoiren das "Persönliche mit dem Politischen, will erklären, warum der Gang der Geschichte von den Beziehungen zwischen Menschen beeinflusst wurde." Ihre Intention, den Leser bei der Lektüre ihres Buches "nicht zu Tode zu langweilen", ist der berühmten Politikerin damit bestens gelungen. Zur Autorin:
Madeleine Albright wurde 1937 in Prag als Tochter eines tschechoslowakischen Diplomaten geboren. Zweimal musste die Familie aus ihrer Heimat fliehen, 1938 vor Hitler nach England sowie 1948 vor den Kommunisten, diesmal für immer in die Vereinigten Staaten. Die ehrgeizige und hoch begabte Madeleine studierte Politik sowie Rechts- und Staatswissenschaften und strebte nach der Promotion bereits in den Siebzigerjahren unter US-Präsident Jimmy Carter eine politische Karriere an. Neben ihrer Lehrtätigkeit an der Washingtoner Georgetown-Universität war sie außenpolitische Beraterin der demokratischen Präsidentschaftskandidaten Dukakis und Mondale und machte sich bald einen Namen als Expertin für Außenpolitik. 1993 berief US-Präsident Bill Clinton sie zur UN-Botschafterin und 1997 zur Außenministerin der Vereinigten Staaten. Sie wurde damit zur mächtigsten Frau Amerikas. Madeleine Albright ist geschieden und hat drei erwachsene Töchter.